Das Reha-Training, ein Herzensprojekt

Auf der Suche nach einem harmonischen Miteinander mit dem Pferd begegnete ich immer wieder der Herausforderung, scheinbar unmotivierte und unkooperative Pferde fair zu trainieren. Leider musste ich oft die Erfahrung machen, dass Pferde unheimlich weit über ihre körperlichen Grenzen gehen und wir eindeutige Signale nicht wahrnehmen, falsch deuten oder ignorieren. Von gebrochenen Wirbelkörpern in der Sattellage, schweren Sehnenschäden, über massive Magenproblematiken - ich schicke alle auch nur ansatzweise auffälligen Pferde zur genauen Diagnostik und bin selbst immer wieder traurig darüber, wieviel unsere Pferde eigentlich still ertragen, hatten all diese Pferde kaum Auffälligkeiten.

Es ist mir ein großes Anliegen, kranken Pferden zu helfen, weswegen ich mich auf das rehabilitative Training von Pferden spezialisiert habe und eng mit Tierärzten und Therapeuten zusammenarbeite. Dazu gehört jedoch nicht nur das Training erkrankter Pferde, sondern auch das Erkennen und Therapieren von ungünstigen Bewegungsmustern, Überlastungen und Fehlhaltungen zur Prävention von schwereren Befunden. 


Training & Therapie akuter Verletzungen

In erster Linie geht es natürlich um ein, an das Krankheitsbild des Pferdes angepasstes Training. Das umfasst nicht nur das Ausarbeiten und Umsetzen genauer Trainingspläne zur Rehabilitation von akuten Sehnenschäden, Gelenkserkrankungen oder nach Operationen, sondern auch das Anwenden passiver Therapien in Form von  Mobilisationsübungen, dem Einsatz von Therapiedecken sowie einer Optimierung der Fütterung und Hufbearbeitung.


Training & Therapie chronischer Befunde

Ein Großteil der Pferde kommt mit chronischen Erkrankungen zu mir ins Training, die meiner Erfahrung nach sehr häufig aus einer Über- oder Fehlbelastung resultieren. Oberstes Ziel ist natürlich immer Schmerzfreiheit, welche oft durch gezielten Muskelaufbau und einer Geraderichtung des Pferdes zu erreichen ist. In Rücksprache mit Tierärzten arbeite ich zudem sehr gerne mit Körperbandagen, Balancepads oder gezieltem Training auf der Pferdewippe.


Training und Therapie von muskulären Dysbalancen und Trageerschöpfung 

Anzeichen einer Trageschwäche zeigt nahezu fast jedes Pferd, denn der Körperbau eines Pferdes ist statisch einfach nicht zum Tragen von Lasten angelegt. Gefährlich wird es immer dann, wenn das Pferd entweder zusätzlich mit Reitergewicht belastet wird und körperlich nicht in der Lage ist, dieses zusätzliche Gewicht zu tragen oder aber auch, wenn das Pferd in einem muskulär so großen Ungleichgewicht ist, dass es nicht einmal in der Lage ist, sein eigenes Gewicht zu tragen. Unklare Vorhandlahmheiten, Headshaking und chronischer Husten sind häufig resultierende Symptome. Es ist daher immer oberstes Ziel, das Pferd muskulär so aufzubauen, dass es primär sich selbst und in bei reiterlicher Belastung auch das Reitergewicht problemlos tragen kann. 

Präventives Training


Eine Vielzahl von schulmedizinischen Befunden, wie Hufgelenksentzündungen, Arthrosen oder Kissing Spines sind Resultat von dauerhafter oder starker Fehlbelastung bestimmter Strukturen. Diese Überlastungen entstehen häufig durch die natürliche Schiefe des Pferdes oder falsch antrainierte Bewegungsmuster. Bei frühzeitigem, angepassten Training lassen sich viele Sehnen- und Gelenkserkrankungen vermeiden und verringern. Für mich steht daher in jeglichem Training im Vordergrund, dem Pferd ein gesundes Bewegungsmuster anzutrainieren. Dazu gehören sowohl das horizontale Gleichgewicht, also eine Gleichverteilung des Gewichtes auf der rechten und linken Seite sowie das vertikale Gleichgewicht in Form von reeller Versammlung.